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    Google Ads Kampagne erstellen mit KI: SEA Webinar mit Liliano Tenore, SEA Manager bei ONELINE
    | | 11 min

    Google Ads Kampagne erstellen mit KI: Webinar zum Nachlesen

    Die wichtigsten Learnings aus unserem SEA Webinar zum Nachlesen: wie du eine Google Ads Kampagne sinnvoll aufbaust, welche Match Types und Gebotsstrategien passen und wie dich KI dabei unterstützt, ohne dass du die Kontrolle abgibst.

    Kurz erklärt

    Eine gute Google Ads Kampagne beginnt nicht im Konto, sondern bei der Frage, was Menschen suchen. Suchvolumen, Anzeige und Landingpage müssen zusammenpassen, sonst verbrennt jeder Klick Budget. KI hilft bei Struktur, Keywords und Anzeigentexten, liefert aber nur Vorschläge: Keywords prüfst du im Keyword Planner, Texte liest du selbst. Und nach dem Start gilt: lieber zu wenig als zu viel am Konto schrauben.

    Wer eine Google Ads Kampagne erstellen will, beginnt mit der Frage, was Menschen eigentlich suchen. Das Konto kommt später. Genau in dieser Reihenfolge ist auch unser SEA Webinar vom 2. Oktober 2026 aufgebaut. Liliano Tenore, Senior Digital Marketing Manager bei ONELINE, hat darin 90 Minuten lang Theorie, KI-Einsatz und ein Live-Beispiel im Google Ads Konto gezeigt. Die Aufzeichnung siehst du direkt hier, darunter die wichtigsten Punkte zum Nachlesen.

    Eine Google Ads Kampagne erstellen heisst: Suchvolumen, Anzeige und Landingpage verbinden

    Im Webinar stand eine Folie im Mittelpunkt, die SEA in drei Teile zerlegt:

    • Suchvolumen mit der Auktion: Es zeigt, ob Nachfrage vorhanden ist und was sie kostet.
    • Anzeige: Sie entscheidet darüber, ob jemand klickt.
    • Landingpage: Sie entscheidet darüber, ob aus dem Besuch eine Anfrage wird.

    Ein Beispiel aus dem Webinar macht das greifbar: Eine perfekte Anzeige mit einer schlechten Landingpage verbrennt Budget. Bei Google Ads löst jeder Klick direkt Kosten aus, anders als im organischen Bereich, den wir beim SEO bearbeiten. Deshalb muss der rote Faden von der Suche über die Anzeige bis zur Zielseite stimmen.

    Was die Kontostruktur später steuerbar macht

    Ein Google Ads Konto hat vier Ebenen mit verschiedenen Einstellungen:

    • Konto: Währung, Zeitzone, Zahlungsmethode und Conversion Tracking. Das Setup des Google Kontos ist die Basis dafür.
    • Kampagne: Budget, Gebotsstrategie, Standort und Sprache.
    • Anzeigengruppe: Keywords, nach Thema gebündelt.
    • Anzeige: das, was in der Suche erscheint, also Titel und Beschreibung.

    Das hat praktische Folgen. Möchtest du ein neues Produkt gezielt pushen, brauchst du dafür eine eigene Kampagne, weil sich Budget und Standort nicht unterhalb der Kampagnenebene aufteilen lassen. Auf Anzeigengruppenebene läuft die Trennung praktisch nur über Keywords. Bei Meta lassen sich Zielgruppen deutlich feiner schneiden, bei Google Ads nicht.

    Welcher Kampagnentyp passt zur welcher Gebotsstrategie?

    Die Kampagnentypen im Überblick

    • Search: die Basis, weil Nutzerinnen und Nutzer aktiv suchen und die Kaufabsicht am höchsten ist.
    • Performance Max: deckt Suche, Display, YouTube, Discover, Gmail, Maps und Shopping automatisiert ab. Ohne saubere Datengrundlage und ohne Verständnis für Search wird Performance Max oft zur Blackbox.
    • Shopping: eignet sich für E-Commerce.
    • Demand Gen und Video: für Nachfrage und Bekanntheit.

    Das Displaynetzwerk wandert zu Demand Gen

    Beim Displaynetzwerk tut sich etwas. Google überführt es in Demand Gen. Laut Google Ads Hilfe läuft seit Juni 2026 ein Migrationstool in Etappen, und neue Display-Kampagnen lassen sich später nur noch in Demand Gen anlegen. Einen genauen Termin nennt Google dort nicht.

    Drei Blöcke bei der Gebotsstrategie

    • Manueller CPC: Du setzt das Gebot pro Keyword selbst.
    • Automatisiert auf Traffic: Klicks maximieren und Ziel-Impressionsanteil, etwa für die Sichtbarkeit bei Brand-Begriffen.
    • Automatisiert auf Abschlüsse: Conversions maximieren, Ziel-CPA, Conversion-Wert maximieren und Ziel-ROAS.

    Smart Bidding braucht dafür Daten. Ohne Conversion Tracking ist ein Ziel-CPA sinnlos, und als Richtwert nannte Liliano rund 30 Conversions in 30 Tagen. Das ist seine Erfahrungsangabe und keine Vorgabe von Google. Für den Start empfahl er, Klicks mit einem CPC-Limit zu maximieren und später zu wechseln.

    Keywords und Match Types: Phrase als Standard

    Die drei Match Types

    Die Empfehlung aus dem Webinar lautet Phrase Match als Standard. Daneben gelten diese Regeln:

    • Phrase Match: der Standard für die meisten Keywords.
    • Exact Match: nur für eindeutige Begriffe kurz vor dem Abschluss.
    • Broad Match: nur mit Smart Bidding und guter Datenlage.

    Google empfiehlt dasselbe, denn laut Google Ads Hilfe sollen weitgehend passende Keywords zusammen mit Smart Bidding verwendet werden.

    Negative Keywords gegen Streuverluste

    Negative Keywords schliessen Suchanfragen aus, die Geld kosten und nie konvertieren, je nach Angebot zum Beispiel «gratis», «kostenlos», «jobs», «gebraucht» oder «selber machen». Liliano riet, den Suchbegriffe-Bericht jede Woche zu prüfen, denn das sei der schnellste Hebel gegen Streuverluste.

    Welcher Anzeigetext passt zur Suche?

    Eine responsive Suchanzeige besteht laut Google Ads Hilfe aus bis zu 15 Titeln mit je 30 Zeichen und bis zu 4 Beschreibungen mit je 90 Zeichen, dazu kommen Assets wie Sitelinks oder Anruf. Weil Google die Elemente frei kombiniert, dürfen sich Titel nicht widersprechen.

    Drei Regeln helfen beim Schreiben von Textanzeigen:

    • Mindestens drei Titel enthalten das Hauptkeyword, höchstens fünf von fünfzehn sollten dasselbe Keyword tragen.
    • Du schreibst konkret statt mit Adjektiven wie «professionell» und sagst, was die Kundin oder der Kunde davon hat.
    • Mindestens zwei Beschreibungen enthalten eine Handlungsaufforderung.

    Anpinnen setzt du sparsam ein, weil es die Optimierung einschränkt.

    Wie lässt sich die KI im Ablauf einsetzen?

    Ein guter Prompt hat vier Bausteine

    • Rolle: wer antwortet, zum Beispiel ein erfahrener Google Ads Keyword-Stratege.
    • Kontext: Produkt, Zielgruppe, Markt, Sprache, URL und Preissegment.
    • Aufgabe: genau ein Ziel pro Prompt.
    • Format: Tabelle, Anzahl und Zeichenlimits.

    Es gilt: «Schlechter Input, schlechtes Ergebnis.»

    Vom Prompt zum Skill

    Ein Prompt ist eine einzelne Anweisung, die jedes Mal leicht anders ausfällt. Ein Skill ist ein gespeicherter Arbeitsablauf mit festen Regeln und festem Output, deshalb bleibt die Qualität konstanter. Aus diesem Gedanken ist das AI Prompt Pack entstanden, mit vier Prompts: Kampagnenstruktur, Keyword Research, RSA Anzeigentexte und Account Audit.

    Ein Beispiel zum Einsetzen von KI

    Im Live-Beispiel ging es um eine Selbstverteidigungsschule im Kanton Zug. Claude empfahl für diesen Fall zwei Search-Kampagnen, eine auf Deutsch und eine auf Englisch, und keine Performance Max Kampagne. Danach schlug Claude Keywords mit Match Types vor, die wir im Google Keyword Planner gegen die effektiven Suchvolumen geprüft haben. Zum Schluss entstanden 15 Titel und mehrere Beschreibungen. Der wichtigste Hinweis: Das Modell liefert Vorschläge und keine Wahrheit. Keywords sollten immer im Keyword Planner geprüft und Anzeigentexte selber gelesen werden.

    Die Optimierungsroutine: Reihenfolge schlägt Geschwindigkeit

    Die ersten Wochen lassen sich in die folgenden Phasen gliedern:

    • Tag 1 bis 3: Fehler beheben. Tracking prüfen, abgelehnte Anzeigen korrigieren, offensichtlich irrelevante Suchbegriffe ausschliessen und die Budget-Deckelung kontrollieren.
    • Woche 1 und 2: Daten sammeln, Suchbegriffe kontrollieren und Negatives ergänzen. Gebote und Gebotsstrategie nicht ändern, sonst startet die Lernphase neu.
    • Woche 3 bis 4: erste Optimierung. Anzeigentexte nachschärfen, schwache Keywords pausieren, Struktur bereinigen.
    • Ab Woche 5: Steuerung anpassen und auf Smart Bidding wechseln, sobald genug Conversions vorliegen.

    Danach läuft die Routine: wöchentlich mit Suchbegriffen und Negatives, monatlich mit Struktur, Anzeigen und Budgetverteilung. Bei den meisten Konten ist Überoptimierung das grössere Problem als Unteroptimierung. Wer jeden Tag am Konto schraubt, gibt dem Algorithmus keine Chance zu lernen.

    Wohin entwickelt sich Google Ads?

    Dynamic Search Ads wandern zu AI Max

    Google baut seine Suche weiter auf KI um. Dynamic Search Ads wandern laut Google Ads Blog in AI Max, wobei der automatische Wechsel nach einer Fristverlängerung ab Februar 2027 beginnt. Kampagnen mit automatisch erstellten Assets oder breit passenden Keywords auf Kampagnenebene sollen schon ab September 2026 umgestellt werden. Wer solche Kampagnen betreibt, prüft sein Konto jetzt.

    Weitere Neuerungen bei Sprache, KI und ChatGPT Ads

    • Sprache: Ab September 2026 fällt laut Google Ads Hilfe die Spracheinstellung auf Kampagnenebene bei Search-Kampagnen weg. Google richtet sich dann nach der Sprache der Anzeige und der Landingpage.
    • Ask Advisor: Google testet einen KI-Assistenten, der Google Ads, Analytics und Merchant Center verbindet. Laut Google Blog ist er in Beta für englischsprachige Konten verfügbar.
    • ChatGPT Ads: OpenAI weitet ChatGPT Ads auf 31 europäische Märkte aus.

    Die Zukunft des Ads Managements

    Früher lief alles von Hand, heute liefert die KI Entwürfe und Auswertungen, und morgen greift das Modell über das Model Context Protocol (MCP) direkt auf Konto und Daten zu. Freigaben und Entscheide bleiben dabei beim Menschen. Die KI schlägt vor, entschieden wird von Hand.

    Was du aus dem Webinar mitnehmen kannst

    Teilnehmende erhielten drei Dinge:

    • das AI Prompt Pack mit den vier fertigen Prompts
    • eine Optimierungs-Checkliste mit 27 Prüfpunkten von Tag 1 bis zur laufenden Routine
    • das Angebot einer Potenzialanalyse, bei der wir uns dein Google Ads Konto ansehen und sagen, wo Budget verloren geht

    Möchtest du die Unterlagen oder eine Einschätzung zu deinem Konto? Melde dich bei uns. Als Google Ads Agentur zeigen wir dir, wo du ansetzen kannst, und erklären dir die nächsten Schritte.

    Portrait Illustration Bettina Abelman

    Verfasst von

    Bettina Abelman

    Junior Online Marketing Managerin bei ONELINE in Zug mit Fokus auf Digital Marketing, SEO und Leadgenerierung. Mehr über Bettina erfahren →

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