KONTAKT
TELEFON Telephone, ONELINE

    Fast fertig...

    Platz für
    Details

    Los geht's

    AGB’s akzeptieren

    LOSLEGEN
    10 Möglichkeiten, wie Augmented Reality das Mobile Marketing ankurbeln kann, ONELINE Marketing Blog
    | | | 13 min

    10 Möglichkeiten, wie Augmented Reality das Mobile Marketing ankurbelt

    Augmented Reality im Mobile Marketing: 10 praxiserprobte Anwendungsfälle, aktuelle Zahlen 2026 und eine Anleitung in 5 Schritten für Schweizer KMU.

    Kurz erklärt

    Augmented Reality erweitert die reale Umgebung um digitale Inhalte und macht Produkte im Mobile Marketing erlebbar, bevor jemand kauft. Für Schweizer KMU ist das 2026 keine Spielerei mehr: Shopify-Daten zeigen, dass Produkte mit 3D- oder AR-Ansicht deutlich besser konvertieren, und eine Snap-Studie mit über 4000 Käuferinnen und Käufern ergab, dass 80 Prozent sicherer kaufen und 66 Prozent seltener retournieren. Der Einstieg gelingt heute über Snapchat Lens Studio, TikTok Effect House oder WebAR direkt im Browser, ganz ohne eigene App. In diesem Beitrag zeigen wir zehn konkrete Anwendungsfälle, eine Fünf-Schritte-Anleitung für den Start und die wichtigsten Kennzahlen zur Erfolgsmessung.

    Zuletzt aktualisiert: September 2026 | Erstveröffentlichung: Dezember 2021

    Augmented Reality im Mobile Marketing bedeutet, dass Marken digitale Objekte über das Kamerabild eines Smartphones in die reale Umgebung der Nutzerinnen und Nutzer einblenden, etwa ein Möbelstück im eigenen Wohnzimmer oder einen Sneaker am eigenen Fuss. Anders als Virtual Reality ersetzt AR die Realität nicht, sondern ergänzt sie, und genau das macht sie für Kampagnen so wertvoll: Sie beseitigt die grösste Unsicherheit vor dem Onlinekauf, nämlich die Frage, wie ein Produkt in der echten Welt wirkt. Für Schweizer Unternehmen aus Zürich, Zug oder dem Tessin ist AR damit ein messbarer Hebel auf Conversion, Retourenquote und Verweildauer, und nicht bloss ein Imagethema.

    Was bedeutet Augmented Reality?

    Virtual Reality (VR) ist eine Technologie, die einer bestimmten Gruppe von Nutzern bestens vertraut ist. Gemeint sind hier die Gamer. In deren Gaming-Umgebung macht es diesen nichts aus, eine VR-Brille zu tragen, die sie komplett von der Aussenwelt abschottet. Der Gamer taucht bei einer VR-Session zu 100 Prozent in eine virtuelle Umgebung ein. Die reale Welt um sich herum nimmt er nicht mehr wahr, während er spielt. Anders als VR stellt Augmented Reality (AR) dagegen lediglich eine computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung dar. AR ist deutlich näher an der realen Welt als VR und lässt sich im Mobile Marketing vielfältig nutzen.

    Wenn auf einer Skala die reale Welt das eine Ende und die virtuelle das andere Ende abbildet, dann läge AR maximal 25 Prozent von der realen Welt entfernt. Damit wären wir bei der Theorie, die besagt, dass wir in einem Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum leben mit unterschiedlichen Graden der Realitätswahrnehmung. Mithilfe der Digitaltechnik lässt sich die Wahrnehmung der realen Welt schrittweise digital erweitern. Das funktioniert sogar ganz ohne spezielle Geräte wie AR-Brillen. Ein aktuelles Smartphone genügt, und über WebAR reicht inzwischen sogar ein Link im Browser, ohne App-Installation. Genau diese niedrige Einstiegshürde erklärt, warum AR heute auch für kleinere Budgets realistisch ist und in der Customer Journey immer früher auftaucht.

    Warum lohnt sich AR für Schweizer KMU 2026?

    Der Business Case für AR ist inzwischen gut dokumentiert. Statt auf Bauchgefühl zu setzen, lohnt sich ein Blick auf die belastbaren Kennzahlen, die Plattformen und Händler in den letzten beiden Jahren veröffentlicht haben. Sie zeigen ein einheitliches Muster: AR wirkt vor allem dort, wo Unsicherheit den Kauf blockiert.

    1. Höhere Conversion: Shopify berichtet, dass Produkte mit 3D- oder AR-Inhalten rund 94 Prozent besser konvertieren als Produkte mit reiner Standard-Fotografie.
    2. Weniger Retouren: In einer Snap-Studie mit 4028 Befragten gaben 80 Prozent an, sicherer zu kaufen, und 66 Prozent, seltener zu retournieren. Bei Mode-Try-Ons berichtet Snap von rund einem Drittel weniger Rücksendungen.
    3. Mehr Kaufabsicht: Nutzerinnen und Nutzer, die eine AR-Shopping-Lens auf Snapchat verwenden, kaufen laut Snap rund 2,4 Mal wahrscheinlicher als Personen ohne AR-Kontakt.
    4. Wachsender Markt: Der Markt für virtuelle Anproben lag 2025 bei rund 12 Milliarden US-Dollar und wächst laut The Business Research Company 2026 auf über 15 Milliarden US-Dollar.
    5. Erwartungshaltung der Kundschaft: Clutch erhebt für 2026, dass rund 58 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten AR vor einem Kauf nutzen. Wer die Funktion nicht anbietet, verliert im Vergleich an Vertrauen.

    Wichtig bei der Einordnung: Diese Zahlen stammen von Plattformen und Anbietern mit Eigeninteresse und sind meist Selbstselektions-Effekte, weil AR-Nutzende ohnehin kaufinteressierter sind. Wir empfehlen deshalb, den Effekt im eigenen Shop sauber über Conversion Tracking und eine Kontrollgruppe zu messen, statt Branchenwerte einfach zu übernehmen.

    Revolutionierung der digitalen Shoppingwelt

    Digitale Geräte haben den Alltag der meisten Menschen verändert. Egal ob kommunizieren, shoppen oder bezahlen, das Smartphone ist zum unentbehrlichen Helfer geworden. Nutzer informieren sich vor Ort und finden über ihr Gerät heraus, wer oder was sich gerade in ihrer näheren Umgebung befindet. Algorithmen analysieren das Nutzerverhalten und sorgen dafür, dass relevante Informationen zur passenden Zeit und am richtigen Ort ankommen. Das Digital Marketing deckt all diese Bedürfnisse ab.

    Wozu braucht man also Augmented Reality? Wenn ein Kunde in der realen Welt einkaufen geht, hat er Tuchfühlung mit seinem Wunschartikel und kann ihn mit seinen Sinnen erfassen. In einer zweidimensionalen digitalen Welt ist das nicht möglich. Nirgendwo wird das so deutlich wie bei Bekleidung. Im Laden kann der Kunde ein Kleidungsstück anprobieren. Im Onlineshop muss er sich auf die Passgenauigkeit standardisierter Grössen und Abbildungen in 2D verlassen. Immer mehr Hersteller und Anbieter haben das Thema AR als Treiber für ihre Mobile Marketing Kampagnen entdeckt. Im Folgenden zehn Anwendungsfälle, die sich in der Praxis bewährt haben.

    1. Auf Shoppingtour mit einer AR-App

    Für die Umsetzung von AR braucht es keine Spezialgeräte. Das Smartphone reicht völlig aus, um AR erlebbar zu machen. Alles, was der Nutzer benötigt, ist eine passende, auf den Nutzungszweck zugeschnittene App oder ein WebAR-Link. Ein Beispiel liefert IKEA: Nutzer platzieren Möbelstücke per AR in den eigenen Räumlichkeiten und kombinieren sie beliebig. So entsteht ein realistischer Eindruck, wie der Raum nach der Möblierung aussieht. Ähnlich verfährt der Versandhändler OTTO mit seiner AR-Funktion für Möbel und Wohnaccessoires. Die Anwendung unterstützt bei der Prüfung von Proportionen und beim Ausprobieren verschiedener Stellmöglichkeiten. Sie hilft bei der Entscheidungsfindung und fördert dadurch die Kauflust. Eine vergleichbare Applikation gibt es mit der AR-Ansicht auch von Amazon.

    2. Wie finde ich heraus, ob mir ein Kleidungsstück steht?

    Ein Kunde entdeckt online ein Kleidungsstück und möchte es sofort ausprobieren, um eine Kaufentscheidung treffen zu können. Nur wie? Der Modekonzern Gucci hat sich für seine Schuhkollektion etwas Besonderes einfallen lassen: Die Gucci-App enthält eine AR-Funktion, mit deren Hilfe Kunden prüfen können, wie verschiedene Stile an ihren Füssen wirken. Dazu muss lediglich die Funktion gestartet und die Smartphone-Kamera auf die Füsse gerichtet werden. Indem der Nutzer seine Füsse bewegt, betrachtet er die Schuhmodelle aus verschiedenen Blickwinkeln. Durch die Integration in Snapchat wird zusätzlich eine digital affine Zielgruppe erreicht. Seit 2025 bietet auch Google in der Suche eine Anprobe-Funktion für Kleidung an, in der Produktbilder auf Modellen unterschiedlicher Körperformen dargestellt werden.

    3. AR hilft bei der Suche nach der richtigen Grösse

    Jeder Online-Versandhändler ist erfreut, wenn er seine Retourenquote senken kann. AR leistet hierbei einen wichtigen Beitrag. Der Sportartikelhersteller Nike zeigt, wie es geht: Die AR-Funktion vermisst die Füsse des Nutzers und schlägt die richtige Schuhgrösse vor. Die korrekte Grösse ist nicht nur bei Kleidung ein Thema, sondern auch beim Versand eines Pakets. Der Logistikkonzern DHL bietet innerhalb seiner Packset-App eine AR-Funktion, mit der sich die passende Paketgrösse für das Transportgut ermitteln lässt. Im Anschluss kann der Kunde die Versandmarke direkt buchen. Für Schweizer Shops mit hohen Retourenkosten ist dieser Anwendungsfall in der Regel der wirtschaftlich attraktivste Einstieg.

    4. AR-Couponing als Kampagnen-Mechanik

    Der Burger-Konzern Burger King startete in Brasilien eine vielbeachtete Marketingkampagne mittels AR. Kunden konnten per App die Werbung der Konkurrenz virtuell in Flammen aufgehen lassen. Dazu musste der Nutzer nur seine Kamera auf ein Logo des Wettbewerbers richten. Als Belohnung gab es einen Gutschein-Code, den der Kunde in einer Filiale seiner Wahl einlösen konnte. Der Anlass der Kampagne war eher friedlicher Natur: Es ging darum, eine neue Bezahlmethode per Smartphone lokal bekannt zu machen. Das Prinzip lässt sich für Schweizer Retailer im Kleinen kopieren, etwa mit einem AR-Gutschein am Schaufenster oder auf der Verpackung.

    5. Augmented Reality für Try-Ons

    Was für Schuhkollektionen taugt, nützt auch anderen Kategorien. Gemeint ist das weite Feld der Try-Ons, das nicht nur Bekleidung umfasst, sondern auch Kosmetik. Nutzerinnen, die einen neuen Stil ausprobieren möchten, sind dankbar für diese Möglichkeit. Ob eine neue Haarfarbe oder ein Make-up: Wer es zuvor virtuell testen kann, entscheidet schneller. Der Kosmetikkonzern L’Oréal setzt konsequent auf solche virtuellen Try-Ons, um die Kundenbindung zu steigern und neue Kaufanreize zu schaffen. Dazu hat sich der französische Konzern bereits 2018 den KI-Spezialisten ModiFace ins Boot geholt, und diese Partnerschaft trägt bis heute Früchte. Unsere Erfahrung zeigt, dass auch Schweizer Beauty- und Uhrenmarken ähnliche Ansätze in ihre Lead-Generierung einbauen.

    6. Google-Suchergebnisse mit AR-Features

    Google ist mit von der Partie, wenn es um neue digitale Features geht. Seit 2019 arbeitet der Konzern an der Umsetzung von AR und 3D auf den Suchergebnisseiten, und 2026 sind 3D-Produktansichten sowie die Anprobe-Funktion in Suche und Shopping für Mode, Schuhe und Kosmetik in mehreren Märkten verfügbar. Smartphone-Nutzer können ein Produkt in 3D von allen Seiten ansehen oder es direkt an sich selbst darstellen lassen. Händler, die das Feature nutzen möchten, hinterlegen 3D-Modelle beziehungsweise hochauflösende Produktbilder im Merchant Center. Doch Achtung: AR bringt keinen direkten Ranking-Vorteil bei der Suchmaschinenoptimierung. Die Position ergibt sich weiterhin über den Algorithmus und hängt von Qualität und Einzigartigkeit der Inhalte ab. Indirekt wirkt AR über bessere Klickraten und längere Verweildauer.

    7. Reiselust per AR wecken

    Reisen ist ein idealer Anwendungsfall für AR. Lufthansa hat das erkannt und sich einer AR-Funktion in der App Shazam bedient. Für das virtuelle Reiseerlebnis musste der Nutzer keine zusätzliche App herunterladen, sondern nur auf eine Anzeige in der App klicken. Danach konnte er ein virtuelles Tor durchschreiten und gelangte auf eine Aussichtsplattform inmitten eines beliebten Reiseziels. Egal ob New York oder Rom, das Ziel liess sich im 360-Grad-Blickwinkel geniessen. Für Schweizer Tourismusanbieter, etwa aus dem Berner Oberland oder dem Tessin, eröffnen sich hier Möglichkeiten für internationale Kampagnen mit starkem Storytelling.

    8. Fotoretusche über AR-Filter

    Digitalfotos zu retuschieren ist im Social-Media-Marketing weit verbreitet. AR-Filter ermöglichen es, Menschen und Dinge visuell hervorzuheben, ganz ohne professionelle Bildbearbeitungstools. Bei Snapchat und TikTok gelingt das besonders einfach, weil dort AR-Filter tief integriert sind. Damit lassen sich überraschende Effekte erzeugen und Produkte professioneller präsentieren, was direkt auf die Engagement Rate einzahlt. Wichtig zu wissen: Meta hat seine Plattform Spark AR für Filter von Drittanbietern am 14. Januar 2025 abgeschaltet. Wer eigene Filter bauen will, arbeitet heute mit Snapchat Lens Studio, TikTok Effect House oder WebAR-Frameworks im Browser.

    9. Markeninhalte per AR-Filter erstellen

    Benutzerdefinierte AR-Filter eignen sich nicht nur für Fotoretusche, sondern auch für eigene Markeninhalte. Nutzer erstellen damit Inhalte mit Markenbezug, blenden Bilder oder Wörter in die Kamerasicht ein und erzeugen Aufmerksamkeit. Das Beste daran: Andere Nutzerinnen und Nutzer können denselben Filter für ihre eigenen Produktionen verwenden. Da der Name des Filters bei der Verwendung sichtbar ist, profitiert die Marke automatisch von viralen Effekten und gewinnt an Brand Awareness. Für Unternehmen, die ihre digitale Präsenz ausbauen wollen, lohnt sich ein Blick auf eine KI-gestützte Marketingstrategie, die solche Formate gezielt einsetzt.

    10. Story-Filter als Spielmechanik

    Eine ganz andere Art von AR-Filtern hat der Modekonzern Prada für seine Fans entwickelt: einen Stories-Filter, der aus den Buchstaben der Marke ein Akronym bildet. Auf einem weissen Schild erscheinen zahlreiche Akronym-Sätze, irgendwann stoppt der Vorgang und zeigt zufällige Wörter. Das ist spannend, weil niemand vorher weiss, was am Ende steht. Dieses Zufallsprinzip ist klassische Gamification und lässt sich auf fast jede Marke übertragen, um eine Video-Story aus dem Einheitsbrei hervorzuheben.

    So gehen Sie vor: AR im Mobile Marketing in 5 Schritten

    AR scheitert selten an der Technik und fast immer am fehlenden Anwendungsfall. Wir empfehlen Schweizer KMU deshalb diesen Ablauf, bevor der erste Franken in eine Umsetzung fliesst.

    1. Schritt 1, Problem definieren: Klären Sie, welche konkrete Kaufhürde AR lösen soll. Typisch sind Unsicherheit bei Grösse, Passform, Farbe oder Platzverhältnissen. Ohne klar benannte Hürde bleibt AR ein teurer Gag.
    2. Schritt 2, Produkte priorisieren: Wählen Sie fünf bis zehn Artikel mit hoher Retourenquote oder hohem Warenkorbwert. Dort ist der Hebel am grössten und der Testaufwand überschaubar.
    3. Schritt 3, Format wählen: Entscheiden Sie zwischen WebAR im Browser für maximale Reichweite ohne App, einer Snapchat- oder TikTok-Lens für Social-Kampagnen oder 3D-Modellen im Google Merchant Center für die Suche.
    4. Schritt 4, Messpunkte setzen: Definieren Sie vor dem Launch Ihre KPI, etwa AR-Aufrufe pro Produktseite, Conversion Rate mit und ohne AR-Kontakt sowie Retourenquote. Ohne Kontrollgruppe ist der Effekt nicht belegbar.
    5. Schritt 5, testen und skalieren: Starten Sie mit einem Pilot über vier bis acht Wochen, werten Sie sauber aus und rollen Sie nur die Kategorien aus, in denen der Effekt tatsächlich messbar ist.

    Welches AR-Format passt zu welchem Ziel?

    FormatStärkeTypischer AufwandPasst für
    WebAR im BrowserKeine App-Installation nötig, per Link teilbarMittelShops, Möbel, Technik
    Snapchat LensJunge Zielgruppe, hohe InteraktionsrateNiedrig bis mittelMode, Beauty, Events
    TikTok EffectVirales Potenzial über User-ContentNiedrig bis mittelConsumer-Marken
    3D im Merchant CenterSichtbarkeit direkt in der Google-SucheMittel bis hochOnlineshops mit Feed
    Eigene AR-AppVolle Kontrolle, tiefe IntegrationHochGrössere Marken, Möbel, Automotive

    Für die meisten Schweizer KMU ist WebAR der pragmatischste Einstieg: Es funktioniert auf iOS und Android, braucht keine Installation und lässt sich direkt aus einer Produktseite oder einer Kampagnen-Landingpage heraus starten.

    Fazit: Die Zukunft des Mobile Marketings gestalten

    Augmented Reality hat sich als handfestes Instrument im Mobile Marketing etabliert. Sie ermöglicht es Marken, Produkte und Dienstleistungen erlebbar zu machen, sei es durch virtuelle Produktplatzierungen, interaktive Try-Ons oder personalisierte Filter. Im Gegensatz zur virtuellen Realität bleibt der reale Mensch im Fokus, während seine Wahrnehmung der echten Welt erweitert wird. Was wir in der Praxis sehen: Unternehmen, die AR gezielt auf eine konkrete Kaufhürde ansetzen und den Effekt sauber messen, profitieren von höherem Engagement und niedrigeren Retourenquoten. Wer AR dagegen ohne Anwendungsfall einsetzt, bezahlt für einen Effekt, der nach zwei Wochen verpufft. Für zukunftsorientierte Schweizer Marken ist AR damit kein Nice-to-have mehr, sondern ein planbarer Wettbewerbsvorteil, sofern der Einsatz strategisch erfolgt.

    Häufige Fragen

    Brauche ich als KMU ein grosses Budget, um AR im Marketing einzusetzen?

    Nein. Eine einfache Snapchat-Lens oder ein WebAR-Produktviewer lässt sich im vierstelligen Bereich umsetzen. Teuer wird es erst bei massgeschneiderten Apps oder wenn ein ganzer Katalog in 3D modelliert werden muss. Viele Schweizer KMU starten mit fünf bis zehn Produkten und skalieren erst nach messbarem Erfolg.

    Hat AR einen Einfluss auf mein Google-Ranking?

    Direkt nicht. Google bewertet AR-Inhalte nicht als eigenen Rankingfaktor. Indirekt wirkt AR aber über bessere Klickraten, längere Verweildauer und tiefere Absprungraten, was sich mittelfristig positiv auf die SEO-Performance auswirken kann.

    Welche Branchen profitieren am meisten von AR im Mobile Marketing?

    Mode, Kosmetik, Möbel, Brillen und Immobilien sind die klassischen Vorreiter, weil dort Passform und Raumwirkung über den Kauf entscheiden. In der Schweiz experimentieren zusätzlich Uhren- und Schmuckhersteller sowie Tourismusanbieter erfolgreich mit AR.

    Kann ich noch AR-Filter für Instagram und Facebook erstellen?

    Nein, nicht mehr als Drittanbieter. Meta hat die Plattform Spark AR für Filter von Marken und Creators am 14. Januar 2025 eingestellt. Nur Metas eigene Effekte laufen weiter. Für eigene Filter bleiben Snapchat Lens Studio, TikTok Effect House sowie WebAR-Lösungen im Browser.

    Wie messe ich, ob sich AR für meinen Shop gelohnt hat?

    Vergleichen Sie Conversion Rate, durchschnittlichen Bestellwert und Retourenquote zwischen Sessions mit und ohne AR-Kontakt. Wichtig ist eine Kontrollgruppe, weil AR-Nutzende ohnehin kaufinteressierter sind und der Effekt sonst überschätzt wird.

    Wie fange ich an, AR in meine Marketingstrategie zu integrieren?

    Beginnen Sie mit einer Use-Case-Analyse: An welcher Stelle im Kaufprozess zögern Ihre Kundinnen und Kunden? Setzen Sie AR genau dort an, testen Sie mit wenigen Produkten und definieren Sie vorab Ihre Messpunkte. Das ONELINE-Team unterstützt Schweizer Unternehmen bei Konzept, Umsetzung und Auswertung.

    Liliano Tenore - ONELINE

    Über den Autor

    Liliano Tenore

    Sales Manager bei ONELINE, hilft Schweizer Unternehmen ihre digitale Wachstumsstrategie umzusetzen.

    Mehr über Liliano erfahren | LinkedIn

      Melde dich für unseren Newsletter an

      Cookies

      Wir nutzen Cookies um Ihnen die bestmögliche Nutzung zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen relevant zu gestalten. Mehr erfahren

      akzeptieren