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    unknown platforms in influencer marketing
    | | 7 min

    The unknown platforms in Influencer Marketing

    The following three platforms are not so well known in influencer marketing, but could become interesting in the future.

    Pinterest:

    Pinterest logo

    Pinterest ist kein Social Network, sondern eher eine visuelle Suchmaschine. Influencer sammeln ihren Content auf Pinterest wie auf einem digitalen Pinboard. Die Inhalte werden mit Pins markiert, über die User direkt zu Shops oder Blogposts gelangen. Mittlerweile nutzen über 500 Millionen Menschen die Plattform weltweit. Allein im deutschsprachigen Raum sind es über 10 Millionen aktive Nutzer. Was viele nicht wissen: Pinterest generiert deutlich mehr Traffic zu Online-Shops als Facebook. Deshalb gilt die Plattform als Hidden Champion für E-Commerce.

    Pinterest funktioniert ähnlich wie YouTube als Suchmaschine für Produkte und Problemlösungen. Die gesetzten Pins bleiben dauerhaft sichtbar und werden passend zur jeweiligen Suche ausgespielt. Themen wie DIY, Fashion und Home sprechen vor allem weibliche Zielgruppen zwischen 20 und 40 Jahren an. Was wir in der Praxis sehen: Schweizer KMU unterschätzen Pinterest oft. Dabei lassen sich gerade in Zürich und Umgebung affine Zielgruppen hervorragend abholen. Joy Cho zeigt mit ihrem Account, wie erfolgreiches Influencer Marketing auf Pinterest aussehen kann.

    Twitch:

    Twitch logo

    Twitch, die Amazon-Streaming-Plattform, hat sich längst vom reinen Gaming-Kanal zur vielseitigen Live-Unterhaltungsplattform entwickelt. Täglich sind über 30 Millionen User auf Twitch unterwegs. Einzelne Streams erreichen teilweise Hunderttausende Live-Zuschauer. Die Zielgruppe ist mehrheitlich männlich und zwischen 18 und 34 Jahren alt.

    Aber Twitch ist nicht nur Gaming. Die Bereiche “IRL” (In Real Life) oder “Just Chatting” boomen. Hier geht es um Alltag, Gespräche, Lifestyle. Marken aus Tech, Energy-Drinks oder Gaming können ihre Produkte nahtlos in den Content der Influencer integrieren. Twitch funktioniert klar als Plattform für Early Adopters. Wer seine Zielgruppe dort abholt, erreicht sie oft exklusiv.

    TikTok

    Tiktok logo

    TikTok ist längst kein Teenie-Phänomen mehr. Mit über 1,5 Milliarden aktiven Nutzern weltweit hat sich die Plattform zum ernstzunehmenden Marketing-Kanal entwickelt. In der Schweiz nutzen mittlerweile über 2 Millionen Menschen TikTok regelmässig. Der besondere Vorteil: Über 60 Prozent der User sind zwischen 16 und 34 Jahren. Eine Zielgruppe, die über klassische Kanäle wie Facebook kaum noch erreichbar ist.

    TikTok lebt von Authentizität und Kreativität. Hochglanz-Werbung funktioniert hier nicht. Dafür umso besser: Native Integration, Challenges, Creator-Kooperationen. Gerade für Marken, die junge Zielgruppen ansprechen wollen, führt kaum ein Weg an TikTok vorbei.

    Das richtige Format

    Bevor ihr eine Plattform für euer Influencer Marketing wählt, solltet ihr das Format festlegen. Nicht jeder Content lässt sich auf jedem Social Network gleich gut präsentieren. Das hängt stark von euren Kampagnenzielen und der Zielgruppe ab.

    Text

    Text wird oft unterschätzt. Klar, die meisten Plattformen funktionieren primär visuell. Aber der Text vervollständigt den Post. Wichtige Infos, die Story hinter dem Bild, passende Hashtags, Call-to-Actions. Hashtags machen es möglich nachzuvollziehen, wo und wie über ein Produkt diskutiert wird. Ausserdem muss hier die Werbekennzeichnung platziert werden.

    Vorteile:

    • Hohe Informationsdichte
    • Klickbare Links möglich

    Nachteile:

    • Visuell wenig attraktiv

    Audio-Format

    Podcasts spielen eine zunehmend wichtige Rolle. Besonders in Nischen. Podcasts bleiben lange verfügbar und behandeln spezifische Themen, für die Expertenwissen nötig ist. User hören diese Podcasts nur, wenn sie sich wirklich für ein Thema interessieren. Das schafft Vertrauen in die Expertise der Hosts. Über 80 Prozent der Hörer akzeptieren geschaltete Werbung, mehr als 75 Prozent überspringen sie nicht einmal. Dazu ist Podcast-Werbung deutlich günstiger als TV-Werbung.

    Vorteile:

    • Hohe Informationsdichte
    • Grosse Aufmerksamkeit

    Nachteile:

    • Nur Audio, keine visuelle Ebene

    Bilder

    Bilder sind das Herzstück von Influencer Marketing. Sie fungieren als Thumb-Stopper und sind unverzichtbar fürs Storytelling. Damit ein Bild beim Scrollen nicht untergeht, muss es etwas Besonderes haben. Mit Bildern lassen sich Produkte gezielt zeigen und bewerben. Im Gegensatz zu Stories können sie später nochmals angeschaut werden. Wichtig: Die Creatives müssen farblich und kompositorisch attraktiv sein, um aufzufallen.

    Vorteile:

    • Grosses optisches Potenzial
    • Zeigt Produkt
    • Storytelling möglich
    • Schafft Aufmerksamkeit und Neugier
    • Links (Mentions) im Bild möglich

    Nachteile:

    • Allein geringe Informationsdichte
    • Keine klickbaren Links oder Hashtags im Bild, nur via Text oder Mentions

    Videos

    Gutes Storytelling geht mit Videos am besten. Beworbene Produkte können ausführlich und verständlich erklärt werden. Videos ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich als Bilder. Besonders geeignet für Tutorials, Erklärvideos, Produkttests.

    Vorteile:

    • Grosses visuelles Potenzial
    • Zeigt Produkt
    • Storytelling
    • Schafft Aufmerksamkeit
    • Produkterklärungen möglich

    Nachteile:

    • User braucht mehr Zeit
    • Mobile Nutzung ohne Sound eingeschränkt
    • Höhere Produktionskosten

    Stories

    Stories sind eine Mischung aus verschiedenen Formaten. Text, Bilder, Videos kombiniert. Der entsprechende Shop kann hinter dem Swipe-Up hinterlegt werden. Stories füllen das gesamte Display aus, was die Aufmerksamkeit erhöht. Ausserdem sind Stories extrem beliebt.

    Vorteile:

    • Grosses visuelles Potenzial
    • Zeigt Produkt
    • Storytelling
    • Schafft Aufmerksamkeit
    • Produkterklärungen möglich
    • Verkäufe möglich

    Nachteile:

    • Nur 24 Stunden online

    Livestream

    Livestreams spielen im Influencer Marketing eine eher untergeordnete Rolle, da sich die meisten Creator auf Stories konzentrieren. Livestreams werden häufig im Event-Bereich eingesetzt, etwa bei Store-Openings. Auf Twitch sind sie Standard. Ein besonderer Vorteil: Der Influencer kann direkt mit seiner Community kommunizieren.

    Vorteile:

    • Gut für Events
    • Direkte Interaktion möglich
    • Erklärungen möglich

    Nachteile:

    • Keine Bearbeitung möglich

    Augmented Reality

    Augmented Reality geht noch einen Schritt weiter. Hier geht es darum, dass Influencer Besucher eines Shops direkt beim Kauf unterstützen. Der Influencer wird durch einen Avatar ersetzt. Die Grenzen sind hier fast unbegrenzt. Mittlerweile können Try-on-Produkte virtuell auf YouTube oder anderen Plattformen ausprobiert werden.

    Vorteile:

    • Hohe Aufmerksamkeit
    • Wirklich kreativ

    Nachteile:

    • Aufwendige Technologie und Produktion

    Die Wahl der Plattform im Influencer Marketing

    Jedes Influencer Marketing ist individuell. Es gibt verschiedene Modelle, die bei der Wahl der passenden Plattform helfen. Wichtig sind Themen, Zielgruppen, KPIs, Medien und Formate. Anhand verschiedener Kriterien lässt sich herausfinden, welche Plattform am besten zum eigenen Influencer Marketing passt. Entscheidend ist auch, dass das beworbene Produkt zur Plattform passt. Produkte, die erklärt werden müssen, funktionieren auf YouTube besser. Andere eignen sich besser für Instagram Stories.

    Community Management

    Ein wichtiger Bestandteil von Influencer Marketing ist das Community Management. Ein Influencer wird dafür bezahlt, Produkte zu bewerben und mit Followern zu kommunizieren. Aber auch das Unternehmen sollte unter den entsprechenden Posts aktiv sein. Auf allen Social Media Plattformen ist es wichtig, auf Kommentare zu reagieren. Das kann den Verkauf steigern. Ausserdem gibt es die Möglichkeit, reaktiv statt aktiv zu sein. Ein Influencer präsentiert ein Produkt von Zeit zu Zeit, bis die Follower direkt fragen, wo sie es kaufen können. Das Unternehmen kann dann direkt reagieren oder den Influencer auf den Shop verweisen lassen.

    Interview mit Florian Heisen, Handwerker und Influencer (Der Maler)

    Florian Heisen ist seit mehreren Jahren auf YouTube präsent und hat sich einem Nischenthema gewidmet, mit dem er mittlerweile sehr erfolgreich ist. Seine Videos drehen sich um das Malerhandwerk. Er zeigt seinen Followern alles rund ums Streichen, Verputzen, Tapezieren und Lackieren. Inzwischen betreibt er seinen Kanal hauptberuflich. Unter anderem testet er Produkte, die ihm Unternehmen kostenlos zur Verfügung stellen. Florian Heisens Hauptzielgruppe sind Männer zwischen 25 und 35 Jahren. Meist Heimwerker, die beim Umzug oder bei der Renovierung selbst etwas schaffen wollen. Aber auch Lehrlinge oder andere aus dem Malergewerbe schauen seine Videos.

    Florian Heisen sagt, dass er nur mit Produkten arbeitet, die ihm persönlich gefallen. Ihm ist die Story hinter einer Idee wichtig, die er für ein Unternehmen umsetzen soll. Aus diesem Grund arbeitet er nur mit Unternehmen zusammen, die Produkte haben, die zu seinem Kanal passen. Auch die zwischenmenschliche Ebene ist ihm sehr wichtig, was oft vernachlässigt wird. Bei grösseren Unternehmen ist die Kommunikation beispielsweise aufwendig, da jede Frage und Anmerkung vom Vorgesetzten genehmigt werden muss. Es kann mehrere Wochen dauern, bis ein Termin steht. Hier sollten Unternehmen laut Florian Heisen deutlich nachbessern. Ausserdem reicht es heutzutage nicht mehr, einfach kostenlose Produkte zur Verfügung zu stellen, die der Influencer bewerben soll. Für ihn eignen sich besonders langfristige Kooperationen und speziell entwickelte Werbevideos.

    Aufwand für eine Influencer Marketing Kampagne

    Seiner Meinung nach haben Videos, die nicht authentisch produziert wurden, nicht die Wirkung, die erzielt werden sollte. Ausserdem werden sie von Followern oft nicht akzeptiert, sodass die Werbekampagne nicht den gewünschten Erfolg bringt. Florian Heisen berechnet für die von ihm produzierten Videos zwischen CHF 3000 und CHF 10000, je nach Aufwand und auch Grösse des Unternehmens. Zudem hat das Unternehmen, für das ein Werbevideo produziert werden soll, ein gewisses Mitspracherecht. Dies bezieht sich jedoch nur auf den Inhalt und nicht auf Florian Heisens persönliche Meinung zu einem Produkt. Ausserdem erklärt er, dass er sich nicht vorschreiben lassen kann, über welche Themen er ein Video produzieren wird. Er entscheidet selbstständig über Themen und richtet sich nach den eigenen Interessen und Wünschen seiner Follower.

    Häufige Fragen

    Welche Plattform eignet sich am besten für B2B Influencer Marketing?

    LinkedIn hat sich als stärkste Plattform für B2B etabliert. Hier erreicht man Entscheider direkt. Aber auch YouTube funktioniert gut für erklärungsbedürftige Produkte oder Services. Wir sehen bei Schweizer B2B-Unternehmen oft, dass eine Kombination aus LinkedIn und fachspezifischen Podcasts die besten Ergebnisse liefert.

    Wie viel sollte man für Influencer Marketing budgetieren?

    Das hängt stark von der Plattform, dem Influencer und dem Format ab. Micro-Influencer (10.000 bis 100.000 Follower) verlangen oft zwischen CHF 500 und CHF 3000 pro Post. Grössere Creator starten bei CHF 5000 aufwärts. Für Video-Content solltet ihr mit deutlich höheren Budgets rechnen. Unsere Empfehlung: Startet mit kleineren Kooperationen und skaliert dann.

    Ist Influencer Marketing auch für KMU in Zürich sinnvoll?

    Absolut. Gerade lokale Influencer mit kleinerer, aber engagierter Community können für KMU Gold wert sein. Ein Food-Influencer aus Zürich erreicht genau die Zielgruppe, die ihr Restaurant oder euren Shop besuchen würde. Der Vorteil: Oft sind die Kosten überschaubar und die Conversion-Rate deutlich höher als bei grossen Kampagnen.

    Wie messe ich den Erfolg einer Influencer Kampagne?

    Definiert vorab klare KPIs: Reichweite, Engagement-Rate, Traffic, Conversions. Tools wie Google Analytics, UTM-Parameter oder plattformspezifische Insights helfen bei der Messung. Bei Verkaufskampagnen sind Affiliate-Links oder Rabattcodes ideal. Wichtig ist, dass ihr nicht nur Vanity-Metriken (Likes, Follower) betrachtet, sondern echte Business-Resultate.

    Dieser Beitrag wurde vom ONELINE-Team verfasst. Wir begleiten Schweizer Unternehmen seit über 10 Jahren in der digitalen Transformation von SEO und SEA bis hin zu KI-Automation und Lead Generierung.

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