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    Brand Mentions für ChatGPT – Off-Page-Strategie für KI-Sichtbarkeit
    | | 6 min

    Brand Mentions für ChatGPT: Off-Page-Strategie für KI-Sichtbarkeit

    Ob ChatGPT eine Marke empfiehlt, hängt zunehmend von Brand Mentions ab. Wir zeigen, was dahintersteckt und wie Unternehmen ihre Präsenz in KI-Antworten systematisch stärken.

    KI-gestützte Suchsysteme verändern die Strategien zur Sichtbarkeitserhöhung gerade auf breiter Front. Davon bleibt auch die Off-Page-Optimierung nicht unberührt. Neben Backlinks rücken sogenannte Brand Mentions mehr und mehr in den Vordergrund, also Erwähnungen einer Marke auf fremden Websites oder in sozialen Netzwerken. Solche Nennungen helfen Sprachmodellen, Unternehmen als eigenständige Entitäten einzuordnen und mit bestimmten Themen zu verbinden.

    Für die KI Sichtbarkeit zählt deshalb nicht allein, was auf der eigenen Internetpräsenz steht. Ebenso relevant ist, wie andere Quellen über eine Marke schreiben. Häufige, sachlich passende und glaubwürdige Erwähnungen können dazu beitragen, dass ChatGPT ein Unternehmen bei Fragen zu Produkten, Anbietern oder Fachgebieten eher berücksichtigt. Hier beginnt Off-Page GEO als nahe Ergänzung zur klassischen Suchmaschinenoptimierung.

    Was sind Brand Mentions?

    Als Brand Mentions gelten namentliche Hinweise auf ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Marke ausserhalb der eigenen Website. Ein Link ist dafür nicht erforderlich. Auch ein Firmenname in einem Branchenartikel, eine Produktnennung in einem Podcast-Transkript oder eine Empfehlung in einem Fachforum zählt als Erwähnung.

    Backlinks und Markennennungen sind nahe Verwandte, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen. Ein Backlink führt direkt auf eine Website und kann deren Linkprofil stärken. Eine unverlinkte Nennung liefert dagegen direkte sprachliche, kontextuelle Orientierung, die generative Suchsysteme auswerten können. Sie zeigt, mit welchen Themen, Eigenschaften und Märkten eine Marke in Verbindung steht. Sowohl Backlinks als auch Brand Mentions können starke Vertrauenssignale sein, die schliesslich die Sichtbarkeit fördern.

    Warum sind Brand Mentions für KI Sichtbarkeit so interessant?

    Brand Mentions helfen KI-Systemen dabei, eine Marke einzuordnen. Wird ein Unternehmen auf verschiedenen Websites regelmässig im Zusammenhang mit bestimmten Themen genannt, entsteht ein klares Bild: Die Marke gehört zu diesem Fachgebiet und wird dort als relevant wahrgenommen.

    Wie stark dieser Zusammenhang sein kann, zeigt eine Ahrefs-Studie zu Marken in Google AI Overviews. Dafür wurden 75’000 Marken untersucht. Unternehmen mit besonders vielen Erwähnungen im Web kamen im Durchschnitt auf 169 Nennungen in den KI-Antworten von Google. In der nächsten Gruppe waren es nur 14. Marken aus der unteren Hälfte erreichten durchschnittlich null bis drei Nennungen.

    Die Studie verglich auch Markenerwähnungen mit klassischen SEO-Signalen. Brand Mentions zeigten den stärksten Zusammenhang mit der Sichtbarkeit in AI Overviews. Backlinks und verweisende Domains spielten ebenfalls eine Rolle, lagen aber deutlich dahinter. Das bedeutet nicht, dass eine Erwähnung automatisch zu einer Platzierung führt. Die Zahlen zeigen jedoch: Marken, über die häufig und in passenden Zusammenhängen gesprochen wird, tauchen eher in KI-Antworten auf.

    Für Off-Page GEO ist vor allem der Kontext wichtig. Eine KI erkennt nicht nur den Markennamen, sondern auch die Begriffe rund um die Nennung. Wird ein Unternehmen wiederholt mit einem bestimmten Produkt, einer Dienstleistung oder einem Fachthema verbunden, kann das System diese Beziehung übernehmen.

    Davon zu unterscheiden sind Citations in LLMs. Dabei handelt es sich um Quellen, die ein KI-System für seine Antwort nutzt oder direkt verlinkt. Eine Marke kann in einer Antwort genannt werden, ohne selbst als Quelle aufzutauchen. Umgekehrt kann ein Fachartikel als Quelle erscheinen, obwohl die darin erwähnte Marke nicht übernommen wird. Deshalb sollten Markennennungen und Quellenverweise getrennt ausgewertet werden.

    Hinzu kommt: ChatGPT und Google empfehlen nicht automatisch dieselben Unternehmen. Eine BrightEdge-Analyse zu Markenempfehlungen in KI-Systemen verglich 2025 zehntausende identische Abfragen. Bei 61,9 Prozent unterschieden sich die genannten Marken. Nur in 17 Prozent der Fälle erschienen auf allen untersuchten Plattformen dieselben Unternehmen.

    Auch die Häufigkeit der Nennungen fiel unterschiedlich aus. Google AI Overviews nannten bei 36,8 Prozent der Abfragen mehr Marken als die anderen Systeme. ChatGPT lag nur bei 3,9 Prozent vorn. In 43,4 Prozent der ChatGPT-Antworten erschien gar keine Marke.

    Für Brand Erwähnungen in ChatGPT reicht daher keine Strategie, die sich allein an Google orientiert. Unternehmen benötigen Präsenz in verschiedenen Medien, Fachportalen, Communities und redaktionellen Formaten. So steigt die Chance, dass unterschiedliche KI-Systeme die Marke erkennen und bei passenden Fragen berücksichtigen.

    Brand Mentions aufbauen: So funktioniert es in der Praxis

    Wirklich effektive Markennennungen entstehen nicht zufällig. Sie sind das Ergebnis spezifischer Strategien. Entscheidend ist, dass eine Brand nicht nur häufig, sondern auch kontextuell passend genannt wird. Und so funktioniert’s.

    Themen und Quellen systematisch erfassen

    Am Anfang sollte eine klare Themenlandkarte entstehen. Sie hält fest, mit welchen Leistungen, Produkten und Fachfragen eine Marke verbunden werden soll. Anschliessend werden jene Medien, Blogs, Verbände, Podcasts, Foren und Plattformen erfasst, die diese Themen regelmässig behandeln.

    Hilfreich ist eine einfache Priorisierung:

    • Hohe fachliche Nähe zur Marke
    • Glaubwürdige Redaktion oder erkennbare Branchenkompetenz
    • Inhalte, die von Suchmaschinen indexiert werden
    • Formate mit dauerhaft auffindbarem Text
    • Erkennbare Relevanz für den Schweizer Markt

    Diese Auswahl verhindert wahllose Veröffentlichungen. Für zielführende Off-Page GEO zählt eine nachvollziehbare Präsenz in relevanten Umfeldern stärker als eine grosse Zahl beliebiger Nennungen.

    Redaktionelle Anlässe schaffen

    Eine Marke wird eher erwähnt, wenn sie Informationen mit herausragendem Mehrwert in einem klar erkennbaren, relevanten Kontext liefert. Reine Werbung reicht dafür kaum aus. Gefragt sind Inhalte, die ein Thema verständlich erklären, neue Einblicke geben oder konkrete Erfahrungen zeigen.

    Geeignete Anlässe sind zum Beispiel:

    • Eine verständliche Auswertung anonymisierter Unternehmensdaten
    • Eine Einschätzung zu einer aktuellen Branchenentwicklung
    • Ein praxisnaher Leitfaden mit konkreten Tipps
    • Eine Umfrage mit nachvollziehbarer Methode
    • Ein Fallbeispiel mit klaren Ergebnissen

    Wichtig ist der direkte Bezug zum Fachthema. So entstehen Mentions, die für Leser hilfreich sind und der KI zeigen, wofür die Marke steht.

    Fachwissen auf fremden Plattformen platzieren

    Gastbeiträge, Interviews und Podcast-Auftritte erweitern die digitale Präsenz über die eigene Domain hinaus. Entscheidend bleibt der redaktionelle Nutzen. Ein Beitrag sollte eine konkrete Frage beantworten, Erfahrungen einordnen oder einen komplizierten Sachverhalt verständlich erklären.

    Für Brand Erwähnungen in ChatGPT sind textlich erfassbare Formate besonders relevant. Podcast-Seiten mit Transkript, Videobeschreibungen, redaktionelle Zusammenfassungen und ausführliche Autorenprofile liefern klare sprachliche Signale. Zugleich entstehen mögliche Citations in LLMs, sofern der Inhalt präzise, eigenständig und auffindbar ist.

    Communities gezielt einbeziehen

    In Fachforen, beruflichen Netzwerken und thematischen Gruppen entstehen viele Markenempfehlungen aus realen Erfahrungen. Glaubwürdigkeit lässt sich dort nicht erzwingen. Sie wächst durch hilfreiche Antworten, transparente Einblicke und sachliche Beiträge.

    Unternehmensprofile sollten dort aktiv sein und dabei konsistente Namen, Beschreibungen und Fachbegriffe verwenden. Abweichende Schreibweisen erschweren die eindeutige Zuordnung. Ebenso wichtig ist Zurückhaltung: künstlich platzierte Empfehlungen wirken werblich und können dem Ruf schaden.

    Erwähnungen messen und weiterentwickeln

    Laufendes Monitoring zeigt, wo eine Marke genannt wird und welche Themen damit verbunden sind. Neben der Anzahl sollten Quelle, Tonalität, Kontext und Auffindbarkeit dokumentiert werden. Separat lässt sich prüfen, ob Brand Mentions in ChatGPT, AI Overviews oder anderen Systemen auftauchen.

    Sinnvolle Prüfpunkte sind:

    • Welche Quellen nennen die Marke wiederholt?
    • Welche Fachbegriffe stehen im Umfeld der Nennung?
    • Welche Erwähnungen enthalten einen Link?
    • Welche Inhalte erscheinen als Citations in LLMs?
    • Bei welchen relevanten Fragen fehlt die Marke?

    Unverlinkte Erwähnungen können zusätzlich für die klassische SEO genutzt werden. Passt ein Link redaktionell zum Beitrag, kann die verantwortliche Stelle freundlich um eine Ergänzung gebeten werden. Die Nennung bleibt jedoch auch ohne Verlinkung wertvoll.

    Möchten Sie Ihre Markenerwähnungen strategisch ausbauen, relevante Quellen identifizieren und Ihre Präsenz in KI-Antworten prüfen lassen? Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und lassen Sie uns gemeinsam eine passende Grundlage für mehr Sichtbarkeit Ihrer Brand im Schweizer Markt schaffen.

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